reflections

Stress.Stress, Wochenendstress, Arbeitsstress, Ichseinstress

Wie überwinde ich mein Stress-Ich? Blogs gelesen, Bekannte gefragt, Bücher durchflogen und Gedankenkreisen.

Sport: Seit Januar ist die Sportlust in mir ungebändigt und das zum ersten Mal in meinem ganzen Leben. Leider habe ich aber nach zwei Wochen erfolgreichem Sportlern eine nicht endend-wollende Erkältung. Zudem habe ich gelesen, dass Sport Stresshormone freisetzt und nur insofern eine Ressource gegen Stress ist, als dass sie den Körper langfristig daran gewöhnt mit Stresshormonen umzugehen - werden diese allerdings in übermäßiger Menge bereits freigesetzt und der Körper kommt mit seiner Reaktion nicht nach... dann ist Sport keine gute Lösung.
Entspannungsübungen: Atem- und Klopfübungen, baden und -auch wenn es mir peinlich- ist beten. Temporär nett als sinnvoll erscheinende Tätigkeit (im Vergleich zu Fernsehschauen), aber es senkt mein Stressniveau einfach nicht.
Weglaufen: Mal alles stehen und liegen lassen. Den ganzen Tag nur rumgammeln, wenn einem mal danach ist. Das Wochenende nach Hause fahren, auch wenn man arbeiten müsste. Schön, so lange es anhält. Der Neueinstieg in den Alltag, in die Aufgaben, ist umso schwerer.

--> Ergo: Ich brauche ein anderes Ventil.

Seit ca. Oktober ist mein Anspannungsniveau unerträglich. Welche Abgründe meiner Selbst sich nun auftun über die ich mir nie bewusst war. Wie soll ich aufgeben, was alles war, was mich in langen, dunklen Zeiten aufrecht erhielt? Ich rede von Gedanken, ein gemeines, unlogisches Selbstbild.
(Sich selbst als Monster anzusehen, brachte Sinn. Ich leide, weil ich es verdiene. Es ist meine Aufgabe zu leiden. Es macht einen Sinn. Es sollte so sein. Dafür muss ich leben. Einen einfachen Weg wählen... nein, das habe ich nicht verdient.)

Wie ein Pferd, wie ein Tier benehme ich mich ab und an. Vor Jahren fing es an. Selten, dosiert, für Notfälle. Im Oktober, November, Dezember... ergriff das unmenschliche besitzt von mir. Viermal, fünfmal im Monat Wut, Hass und Kraft. Ausgelebt. Wer war ich plötzlich, was passierte da mit mir? Was war im Oktober denn so anders als in den Monaten zuvor? Ich weiß es nicht, aber ich verlor mich und finde mich seitdem nicht. Verlorene Verliererin... sagte Linda schon vor 8 Jahren. Bin ich immer noch das gleiche Häufchen Elend? Oder noch viel elendiger, viel zusammengefallener? Ich fürchte letzteres. Die Zeit macht mich mürbe, holt die dunkelsten Ecken aus mir heraus.
Aus Neujahrstrotz wollte ich das Tier abschütteln. Ich lasse das nicht zu, dachte ich und kontrollierte mich wie ein Tier, kein Tier zu sein. Ständig weine ich bei jedem Blick und dem was er bedeuten könnte, bei jeder Reaktion, die ich bei jemanden bewirken könnte durch etwas was ich sagen könnte... der ewige Gedanken im Konjunktiv. Ich habe mich durchschaut. Keine Kritik, kein Stress darf mich mehr treffen, die das Tier in mir erwecken könnte. Näher ich mich der Gefahrensituation, werde ich zum weinenden, ewig stotternden Wrack. Unbeweglich.
Es ist mir lieber als das Pferde-Ich. Aber nicht wirklich besser. Ein anderes Tier, mehr nicht. Menschlich habe ich nichts zurückgewonnen. Und ich werde das Tier nicht los und finde den Menschen in mir nicht wieder!

Ich sehe es geht so nicht weiter und bin bereit die Dinge zu ändern. Ich habe keine Wahl. Nur wie?
Der Beschluss sein Semester länger zu studieren, eine Klausur zu schieben und trotzdem im Sommer aus RLP wegzukönnen, war wirkungslos. Die Einsamkeit zerfrisst mich, der Stress zerreißt mich, der Spiegelblick unerträglich. Jeden Morgen öffne ich die Augen und spüre den Schlag des Lebens auf meinen Lidern. Es muss etwas passieren, ich schnappe über. Wenn es so weiter geht, bin ich Anfäng März in der Klinik. Nicht weil ich will, weil es nicht mehr anders geht. Und wenn ich das nach fast 10 Jahren Persönlichkeitsstörung und Affektstörung sage, ist es ernst gemeint.

Meine neue Idee: Baustelle Sozialkontakte. Konkretes Vorgehen noch ungeklärt.

23.2.13 22:57

Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen


Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung